mcPost

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: 12.05.2026 · Geltungsbereich: mcpost.de und Sub-Domains

Hinweis:

Diese AGB-Fassung ist ein Entwurf der SERGO GmbH und wurde noch nicht von einer Anwaltskanzlei geprüft. Vor produktivem Einsatz mit zahlenden Kunden bitte durch Rechtsbeistand prüfen lassen — insbesondere die Punkte 7 (Haftungsbeschränkung) und 10 (Streitbeilegung).

§ 1 Anwendungsbereich

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (im Folgenden „AGB") gelten für alle Verträge zwischen der SERGO GmbH, Georgsplatz 1, 20099 Hamburg (im Folgenden „mcPost" oder „Anbieter") und ihren Kunden über die Nutzung des Software-as-a-Service-Angebots „mcPost", erreichbar unter mcpost.de und Sub-Domains.

(2) Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nicht, es sei denn, der Anbieter hat ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt.

(3) Verbraucher i.S.v. § 13 BGB sind natürliche Personen, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließen, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können. Unternehmer i.S.v. § 14 BGB sind natürliche oder juristische Personen, die bei Abschluss in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handeln.

§ 2 Leistungsumfang

(1) mcPost ist ein gehosteter Connector- bzw. Proxy-Dienst, der zwischen einem MCP-kompatiblen KI-Assistenten (z.B. Claude, ChatGPT) und einem vom Kunden betriebenen oder bei einem Dritten bezogenen IMAP-/SMTP-Postfach vermittelt.

(2) mcPost ist ausdrücklich kein Mail-Provider. Wir stellen weder Postfächer noch Mailserver, Versand-Infrastruktur oder Mail-Speicher bereit. Der Kunde nutzt sein bestehendes Postfach bei einem Mail-Provider seiner Wahl; der Vertrag mit diesem Mail-Provider sowie die Verfügbarkeit und der Funktionsumfang des Postfachs liegen außerhalb der Verantwortung von mcPost.

(3) Der konkrete Funktionsumfang ergibt sich aus dem vom Kunden gewählten Tarif. Aktuelle Tarif-Funktionen sind unter mcpost.de/#pricing einsehbar.

(4) mcPost speichert keine Inhalte von E-Mails. Sämtliche Nachrichten-Inhalte verbleiben auf dem Mailserver des Kunden bzw. seines Mail-Providers. mcPost speichert lediglich die verschlüsselten Zugangsdaten zur Mailbox, OAuth-Tokens, Audit-Logs und Konto-Stammdaten — vgl. Datenschutzerklärung.

(5) Soweit Tools eines Drittanbieters (insbesondere der KI-Anbieter Anthropic, OpenAI o.a.) genutzt werden, gelten zusätzlich deren Bedingungen. mcPost ist nicht Vertragspartner dieser Drittanbieter im Verhältnis zum Kunden.

§ 3 Tarife & Vergütung

(1) Es bestehen drei Tarife:

  • Free: 0 €/Monat, 1 Postfach, Nur-Lese-Zugriff, max. 500 Tool-Aufrufe pro Monat.
  • Premium: 1,49 €/Postfach/Monat oder 14,99 €/Postfach/Jahr (zwei Monate gratis), unbegrenzte Postfächer, voller Lese- und Schreibzugriff, unbegrenzte Tool-Aufrufe.
  • Business: 2,99 €/Postfach/Monat oder 29,99 €/Postfach/Jahr, Funktionsumfang wie Premium zzgl. unterschriebener Auftragsverarbeitungs-Vertrag (AVV), exportierbares Audit-Log, Priorität im Support.

(2) Alle auf der Website ausgewiesenen Preise verstehen sich in Euro als Bruttopreise, das heißt einschließlich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer (für Endkunden in Deutschland derzeit 19%).

(3) Die Abrechnung erfolgt pro aktivem Postfach und Abrechnungszeitraum. Wechsel zwischen Tarifen oder Anzahl Postfächern sind jederzeit möglich; anteilige Berechnung erfolgt sekundengenau ab dem nächsten Abrechnungslauf.

(4) Zahlungen werden über Mollie B.V. (Amsterdam, NL) abgewickelt. Akzeptierte Zahlungsmittel sind insbesondere SEPA-Lastschrift, Kreditkarte, iDEAL und Klarna, soweit Mollie diese im jeweiligen Markt anbietet.

(5) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Account nach vorheriger Mahnung zu sperren. Ein Zahlungsverzug führt nicht automatisch zur Löschung des Accounts.

§ 4 Vertragsschluss & Laufzeit

(1) Der Vertrag kommt durch Anlage eines Accounts auf mcpost.de und Annahme der Buchung zustande. Bei kostenpflichtigen Tarifen ist die Zahlungsabwicklung über Mollie Voraussetzung für die Aktivierung des Tarifs.

(2) Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Bei monatlicher Abrechnung kann der Vertrag mit einer Frist von einem Tag zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums gekündigt werden. Bei jährlicher Abrechnung verlängert sich der Vertrag um einen weiteren Jahreszeitraum, sofern nicht mit einer Frist von 30 Tagen zum Ende der Laufzeit gekündigt wird.

(3) Die Kündigung erfolgt durch Auswahl der Funktion „Abo kündigen" oder „Account löschen" im Customer-Portal. Eine schriftliche Kündigung per E-Mail an hi@mcpost.de ist ebenfalls möglich.

(4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor, wenn der Kunde wiederholt gegen § 5 verstößt oder die Plattform missbräuchlich nutzt.

(5) Bei Beendigung des Vertrages werden die Mailbox-Zugangsdaten, OAuth-Tokens und das Audit-Log gemäß der Datenschutzerklärung sofort gelöscht. Rechnungsdaten werden im gesetzlich vorgeschriebenen Umfang weiter aufbewahrt.

§ 5 Pflichten des Kunden

(1) Der Kunde verpflichtet sich, mcPost nur für eigene Postfächer oder Postfächer zu nutzen, für deren Nutzung er berechtigt ist.

(2) Der Kunde verpflichtet sich, mcPost nicht zu verwenden, um:

  • Spam-, Phishing- oder ähnliche unerwünschte Massen-E-Mails zu versenden;
  • geltendes Recht zu verletzen oder Rechte Dritter zu beeinträchtigen;
  • die technische Integrität der Plattform zu beeinträchtigen (z.B. durch automatisierte Lasttests, Penetrationstests ohne Erlaubnis, exzessive API-Aufrufe);
  • Inhalte zu verarbeiten, die offensichtlich rechtswidrig sind (z.B. Kinderpornographie, Volksverhetzung).

(3) Der Kunde sichert zu, ausschließlich solche IMAP-/SMTP-Zugangsdaten in mcPost zu hinterlegen, deren Nutzung durch ihn berechtigt ist. Der Kunde ist verpflichtet, App-spezifische Passwörter oder Application Passwords einzusetzen, sofern sein Mail-Provider dies vorsieht.

(4) Der Kunde verpflichtet sich, seine Login-Daten und Passkeys gegen Zugriff Dritter zu schützen. Bei Verdacht auf Kompromittierung ist der Kunde verpflichtet, den Anbieter unverzüglich zu informieren.

§ 6 Verfügbarkeit & Wartung

(1) Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit der Plattform von 99,5% im Jahresmittel an. Eine garantierte Verfügbarkeit (Service Level Agreement) ist nicht Bestandteil dieser AGB, kann aber im Rahmen eines individuellen Vertrags für Business-Kunden vereinbart werden.

(2) Geplante Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Bürozeiten (Mo–Fr, 09:00–18:00 Uhr deutscher Zeit) durchgeführt und mindestens 24 Stunden vorher per E-Mail oder Statusseite angekündigt.

(3) Die Verfügbarkeit von Drittsystemen, insbesondere des IMAP-/SMTP-Servers des Kunden sowie der genutzten KI-Anbieter, liegt außerhalb der Einflusssphäre des Anbieters.

§ 7 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für die Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.

(2) Für leichte Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (sog. Kardinalpflichten — Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf). Diese Haftung ist auf den vertragstypischen, bei Vertragsschluss vorhersehbaren Schaden begrenzt.

(3) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

(4) Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.

(5) Insbesondere haftet der Anbieter nicht für:

  • Datenverlust oder Veränderung von Mails durch fehlerhafte oder missverständliche Anweisungen des Kunden an den KI-Assistenten;
  • Antworten oder Aktionen der KI-Anbieter (Anthropic, OpenAI etc.), auf die der Anbieter keinen Einfluss hat;
  • Ausfälle oder Datenverlust beim Mail-Provider des Kunden.

(6) Der Kunde ist verpflichtet, geeignete Sicherungsmaßnahmen (Backups, Papierkorb-Verzögerung, etc.) selbst zu treffen, insbesondere wenn er die KI dazu ermächtigt, Mails zu löschen oder zu verschieben.

§ 8 Datenschutz & Auftragsverarbeitung

(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich entsprechend der Datenschutzerklärung.

(2) Soweit der Kunde mcPost verwendet, um personenbezogene Daten Dritter (z.B. E-Mail-Adressen von Geschäftspartnern oder Kunden des Kunden) zu verarbeiten, schließen die Parteien einen Auftragsverarbeitungs-Vertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO. Im Business-Tarif ist der AVV inkludiert; in Premium kann ein AVV auf Anfrage abgeschlossen werden.

(3) Der Kunde ist als Verantwortlicher für die in seinen Mailboxen gespeicherten Daten datenschutzrechtlich verantwortlich. Er versichert, dass er gegenüber den Betroffenen die nach der DSGVO erforderlichen Informationspflichten erfüllt.

§ 9 Änderungen der AGB

(1) Der Anbieter kann diese AGB anpassen, soweit dies erforderlich ist, um Änderungen der Gesetzeslage, höchstrichterlichen Rechtsprechung oder technischen oder wirtschaftlichen Umständen Rechnung zu tragen.

(2) Änderungen werden dem Kunden spätestens 30 Tage vor Inkrafttreten per E-Mail mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Mitteilung, gelten die geänderten AGB als angenommen. Der Anbieter wird auf diese Folgen in der Änderungsmitteilung hinweisen.

(3) Im Falle eines Widerspruchs steht beiden Parteien ein außerordentliches Kündigungsrecht zum Inkrafttreten der Änderung zu.

§ 10 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern bleiben die zwingenden Verbraucherschutzvorschriften des Wohnsitzstaates des Verbrauchers unberührt.

(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dieser Geschäftsbeziehung ist Hamburg, soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.

(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

(4) Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit: https://ec.europa.eu/consumers/odr/. Der Anbieter ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

Widerrufsbelehrung für Verbraucher

Gilt nur für Verbraucher i.S.v. § 13 BGB.

Widerrufsrecht

Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.

Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (SERGO GmbH, Georgsplatz 1, 20099 Hamburg, E-Mail: hi@mcpost.de) mittels einer eindeutigen Erklärung (z.B. ein mit der Post versandter Brief oder E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.

Folgen des Widerrufs

Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene, günstigste Standardlieferung gewählt haben), unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist.

Erlöschen des Widerrufsrechts bei sofortiger Bereitstellung

Bei einem Vertrag über die Lieferung von nicht auf einem körperlichen Datenträger befindlichen digitalen Inhalten erlischt das Widerrufsrecht auch dann, wenn der Unternehmer mit der Ausführung des Vertrages begonnen hat, nachdem der Verbraucher ausdrücklich zugestimmt hat, dass der Unternehmer mit der Ausführung des Vertrages vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, und seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass durch seine Zustimmung mit Beginn der Ausführung des Vertrages sein Widerrufsrecht erlischt.

Stand: 12.05.2026.